SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim

Tel.: +49(0)7931-545-0
Fax: +49(0)7931-545-131

Homepage: www.schmerz.com
Mail: schmerz@schmerz.com

Erfahrung schon seit 1987
Für Mitglieder gesetzlicher Kostenträger bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

Gute Nachrichten vorweg:
Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt

BURNING-FEET-SYNDROM
weiterer Suchbegriff: Brennen in den Füßen
ICD10-Code: E53.9

13. Extremitätenschmerz (Gliederschmerzen)
-----13.2 Beinschmerz
-----13.2.3 Fußschmerzen
-----12.2.3.1Restless-legs-Syndrom
-----12.2.3.2 Burning-feet-Syndrom (= Brennen in den Füßen, hpts. Sohle)

Als Ursache wird beim Burning-feet-Syndrom eine Hypovitaminose (= Vitaminmangel) (Pantothensäure- (= Bestandteil des Koenzyms A), Nicotinsäure-, Aneurinmangel (= Vitamin B)) oder Mangel an Mineralien (z.B. Magnesium) im Gefolge von Stoffwechsel- oder auch Ernährungsstörungen vermutet.
Die mikroskopische Gewebeuntersuchung zeigt gefäßbedingte anoxämische
(= durch Sauerstoffmangel hervorgerufene), periphere (= außerhalb von Hirn oder Rücken mark vorkommende) Nervenschädigungen.

Das Burning-feet-Syndrom ist gekennzeichnet durch nächtliche (bei Bettwärme auftretende, durch Kühlung linderbare) Anfälle schmerzhaften Brennen s in den Füßen, evtl. begleitet mit vegetativen und trophischen Störungen (z.B. örtliche Schweißbildung bzw. Hautschuppung), Muskelverspannung und Nerven reizzuständen.

Zur Behandlung können Antikonvulsiva (= Mittel gegen die Fallsucht, u.a. auch beim Burning-feet-Syndrom bzw. bei einem Brennen in den Füßen hilfreich) gegeben werden (Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin). Auch kann eine Substitutionstherapie (= Behandlung durch künstliche Zufuhr dem Körper normalerweise zur Verfügung stehender Substanzen) der oben aufgeführten Stoffe versucht werden, leider sind die Erfolge damit eher mäßig.

Differentialdiagnostisch (= welche Krankheiten außer Burning-feet-Syndrom bei Fußschmerzen sonst noch in Frage kommen) ist die Erythromelalgie (auch als Erythralgie, Erythermalgie oder Erythrothermalgie bezeichnet) von Bedeutung, gekennzeichnet durch bren nende, oft schmerzhafte Sensationen im Bereich der ße, aber auch Hände. Wärme verstärkt die Beschwerden. Die Schmerz bereiche sind häufig gerötet, teilweise aber auch zyanotisch (= bläulich verfärbt), was dann zu einer Verwechslung mit der Raynaud Krankheit (auch als Morbus Raynaud oder Raynaud Syndrom bezeichnet) führen kann.
Man unterscheidet die primäre
(= als eigenständige Erkrankung) und sekundäre, symptomatische (= als Folge einer anderen Erkrankung) Form. Sekundär kann die Erkrankung bei Bluthochdruck, Schwermetallvergiftung und Polycythaemia vera (= krankhaft vermehrte rote Blutkörperchen) auftreten.

Des weiteren wäre differentialdiagnostisch (= welche Krankheiten außer Burning-feet-Syndrom sonst noch in Frage kommen) noch das Restless legs-Syndrom (= unruhige Beine) (Wittmaak-Ekbom Syndrom) zu nennen, gekennzeichnet durch intermittierend (= zeitweilig auftretende), paroxysmal (= attackenförmig) auftretende schmerzhafte Empfindungen (Parästhesien und Dysästhesien) in den Beinen, verbunden mit Bewegung sunruhe, vor allem nachts bzw. im Liegen. Häufig ist hauptsächlich die Unterschenkel außenseite betroffen.

Ein Brennen in den Füßen kann auch ein Symptom (= Krankheitszeichen) der Polyneuropathie sein.

Auch bei der Lyme-Borreliose bzw. Borreliose kann es zu einem Brennen in den Füßen kommen.

Beim Burning-feet-Syndrom, aber auch bei Schmerzen aufgrund einer Erythromelalgie helfen oft wiederholte Blockaden der Nn. ischiadici
(= Ischias nerven) mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum (z.B. Bupivacain, Ropivacain) (= örtliche Betäubungsmittel). Optimal ist diese Behandlung in Form einer kontinuierlichen Blockade mit Katheter* was aber einen stationären Aufenthalt erfordert.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird vorübergehend (z.B. für 10-14 Tage) ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nerven geflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist. Eine gute Durchblutung optimiert auch den Stoffwechsel eines gestörten oder geschädigten Nervs.
Nach neueren Erkenntnissen kann diese intensive Blockadetherapie auch das sog. Schmerzgedächtnis löschen, auch bei einem ständigen Brennen in den Füßen.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).

Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir antworten prompt.

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Aktualisiert:>22.10.2009</> a&bl90-
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